Ergebnisübernahme

Im nächsten Schritt wird die Verwertung des Projektoutputs in Angriff genommen. Ideen, Lösungen, Ergebnisse stehen für das Unternehmen nicht ohne Regelung der Eigentumsrechte zur Verfügung.

Daher müssen Verwertungsrechte geregelt und Umsetzungsschritte sowie Verantwortlichkeiten definiert werden. Kreative Ideengeber/innen wollen ihre Idee umgesetzt sehen und je nach Interesse an der Verwertung beteiligt werden.

Festzusetzen ist der schon am Beginn vorgesehene Umfang der notwendigen Rechteinhaberschaft bzw. Rechtesicherung (exklusiv/ nicht exklusiv, welche Märkte, …).

 

Abgeltungsmodelle

Je nach Art der Herausforderungen der Innovationsinitiative werden abgestimmte Vergütungen wie z.B. Geldpreise, Sachpreise, Praktika, Präsentation des Namens des Gewinners oder Einladung zur Weiterentwicklung der Idee als Mitarbeiter oder Mitarbeiterin in der Organisation schlagend.

Gegebenenfalls ist es notwendig, eine Lizenzvereinbarung abzuschließen und die Rechteeinräumung (Rechteübertragung) festzulegen.

Handelt es sich bei der neuen Lösung um komplexe technische Lösungen, die noch einer Weiterentwicklung bedürfen, so sind Risk-sharing-Modelle, wie sie z.B. erfolgsabhängige Lizenzmodelle bieten (Meilensteinzahlungen, Running Royalties), überlegenswert. (Details zu Lizenzverträgen siehe IPAG)

 

Auch ein im Design und Architekturbereich übliches und dort als angemessen akzeptiertes Abgeltungsmodell kann in anderen Bereich erfolgversprechend sein. Dieses sieht eine Kombination aus Aufwandsentschädigung und Umsetzungsbeteiligung vor:

Aus einer Vielzahl von Einreichungen erhält das beste Projekt den Zuschlag zur Umsetzung (Beauftragung) und die Rechte hierfür gehen vollständig an das beauftragende Unternehmen über.

Für den 2. und 3. Platz wird eine angemessene Aufwandsentschädigung bereitgestellt, die Rechte müssen abgetreten werden.

Bei allen anderen Einreichungen verbleiben die Rechte ausschließlich bei den Einreichenden oder gehen an diese zurück.

 

 

Lesetipps und Quellen

Vanhaverbeke, W. (2017): “Managing Open Innovation in SME”, Cambridge University Press, 2017

de Beer, J., McCarthy, I., Soliman, A., Treen, E. (2017): “Click here to agree: Managing intellectual property when crowdsourcing solutions”, Business Horizons, Volume 60, Issue 2, March–April 2017, Pages 207-217

Seja, c., Narten, J. (2017): „Creative Communities, Ein Erfolgsinstrument für Innovationen und Kundenbindung, Springer Gabler, Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2017

Gassmann, O. (2013): „Crowdsourcing. Innovationsmanagement mit Schwarmintelligenz. Interaktiv Ideen finden, Kollektives Wissen effektiv nutzen. Mit Fallbeispielen und Checklisten.“, Carl Hanser Verlag München.

Donner, M. (2013) „Orientierungsrahmen für die Integration von Open Innovation im Innovationsprozess“, FH Südwestfalen, Bachelorarbeit 2013

„Intellectual Property Agreement Guide IPAG“, UNIKO und ncp.ip

Füller, J., (27. Juni 2012): „Die Gefahren des Crowdsourcing“